Die große Chance im richtigen Moment
oder wie aus „Mama ich bestell den Container“ einen Gemeinschaftsaktion wird
Vielleicht kommt ihr grad von der Seite der Ordnungswelt, wo ich als Expertin unter anderem in der Gruppe "Ordnung im Alter" blogge. Wenn nicht, dann springt gern erst einmal in den Artikel (keine Sorge am Ende gibt es wieder den Link hierher). Dort berichte ich, was der Satz „Mama, ich bestell den Container“ auslösen kann. Und hier erzähle ich euch, wie es weitergehen kann, nachdem der Elefant bereits im Raum steht.
Nun habe ich nur eine Mama – also Väter verzeiht, dass sich der Titel so ergeben hat.
Der Text gilt natürlich genauso für Euch und eure Kinder.
Ich finde den Satz furchtbar und so liebevoll zugleich. So hart dieser Satz auch klingt – in ihm steckt auch eine Chance auf Veränderung. Denn oft wird er genau dann ausgesprochen, wenn etwas wirklich gesehen wird. Wenn klar wird: Es braucht Veränderung. Es braucht mehr Leichtigkeit. Vereinfachung. Nicht irgendwann. Sondern jetzt. Sonst wird alles viel zu viel. Für Euch und auch für eure Angehörigen.
Genau hier kann etwas neues einzigartiges beginnen. Eine neue Art miteinander zu reden. Eine neue Möglichkeit auf Vergangenes und Zukünftiges einzugehen. Im Gespräch, miteinander – nicht über die Köpfe einzelner hinweg.
Eins ist klar, der Container ist eigentlich nicht der Mittelpunkt der Aussage. Er ist nur das Vehikel zum eigentlichen Kern der Aussage. Das sollte allen Beteiligten klar sein. Nur oft ist es das eben nicht. Der Container als Sybol für ein Gespräch das keinen Diskurs mehr zulässt.
Aber so muss es nicht sein, denn es gibt andere Möglichkeiten. Der Gedanke an einen Container sollte in so einem Moment noch einmal weit nach hinten rücken. Gebt euch die Zeit für das Gespräch miteinander.
„Mama, wie geht es dir eigentlich damit?“
„Was fällt dir schwer loszulassen?“
„Wie kann ich dich unterstützen, ohne dich und deine Gefühle zu übergehen?“
Plötzlich verschiebt sich alles. Meinungen werden gehört und es wird euch überraschen, wie problemlos das ein oder andere gesehen wird. Woraus ihr im Kopf ein wahres Drama im Shakespeare-Style gemacht habt, geht vielleicht wortlos weg. Dafür kann der unscheinbare Keramik-Kaktus vielleicht die wertvollste Erinnerung sein, die bewahrt werden will.
Aus Druck wird so ganz schnell eine Einladung. Aus Überforderung wird Verbindung.
Aus „Ich mach das jetzt“ wird „Lass uns das gemeinsam angehen“. Was könnte erfüllender sein? Lasst die Nähe einfach zu, die dann entsteht.
Death Cleaning als liebevoller Prozess
Das, was oft so radikal klingt – Container bestellen, alles raus, einmal aufräumen – kann in Wahrheit etwas sehr Sanftes sein. Eine Reise in die Zukunft. Death Cleaning bedeutet nicht, ein Leben wegzuwerfen. Es bedeutet, bewusst zu wählen, was bleiben darf.
Es ist ein Prozess, der Raum schafft – nicht nur im Zuhause, sondern auch im Inneren. Es ist Behutsamkeit für sich selbst. Und für die Menschen, die irgendwann mit dem zurückbleiben, was wir hinterlassen.
Ordnung steht dann für erleichtern, befreien und manchmal sogar für einen Neuanfang. Denn dafür bist du nie zu alt. Aber sie darf nicht erzwungen werden. Echte Leichtigkeit entsteht nicht durch Druck, sondern durch Vertrauen. Nicht durch Tempo, sondern durch Verbindung. Nicht durch gemachte Entscheidungen über jemanden hinweg, sondern durch gemeinsames Voranschreiten. Vielleicht braucht es also gar keinen Container. Vielleicht braucht es erst nur diesen Satz: „Mama, ich bin da. Lass uns zusammen schauen.“
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Wenn ihr einen Partner an eurer Seite braucht, der euch durch diese schwierige Phase leitet und eure Ordnung für das neue leichtere Zuhause findet, dann meldet euch gerne bei mir. Wir schauen, welche Möglichkeiten es gibt, um das Chaos in Gemütlichkeit zu verwandeln. 🫶🏻
Ich bin Aline von 'Gut.In.Ordnung - chaos to cosy'und kümmere mich um Chaos in Familien, in Umbruchphasen oder bei kompletten Neuanfängen. Ich coache auch Minimalisten oder Menschen, die nachhaltiger leben wollen.
Wer mehr über mich erfahren möchte, besucht mich auf insta unter gutinordnung oder hört meinen Podcast ordentlich.inspiriert , wo ich mit meiner Kollegin Tanja über Ordnung und Routinen spreche.













